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Flow up

 

 

Ich sichtete das Filmmaterial zu einer Reise-Doku. Ein Film über die kleine griechische Insel. Darunter waren auch zahlreiche Shots, die mit unsere GoPro, einer wasserdichten Action-Kamera gedreht wurden. Viele davon im und unter Wasser.

Da diese knapp Zigarettenschachtel-große Kamera weder Sucher noch Monitor hat, man quasi „blind“ filmen muss, kommt es schon mal vor, dass man bei Unterwasser-Aufnahmen die Kamera während des Filmens um 180 Grad dreht, also die Bilder auf den Kopf stellt. Gerade, wenn man sie locker in einer Hand hält und dabei selber schwimmt, taucht oder springt.

Und so entdeckte ich gleich zu Beginn unter all den Aufnahmen eine, die einen Schwimmer von unten zeigt, nur eben – zufällig – umgedreht. Das sah so skurril aus! Verstärkt noch durch die Tatsache, dass ich damals alles im Slow-motion-Modus, in Zeitlupe, gedreht hatte. Der Schwimmer sah aus, als ob er, wie ein auf dem Rücken liegender Käfer, verzweifelt versuchen würde, sich mit ermüdet wirkenden Armbewegungen wieder aus eigener Kraft umzuwerfen …   

Ich lud mir andere Unterwasser-Szenen ins Schnittprogramm und rotierte sie um 180 Grad. Bingo. Durch die Spiegelung der Wasseroberfläche sah man nicht, dass darüber noch was war. Einmal umgedreht, entstand so der Eindruck, bei der nun unten befindlichen Wasseroberfläche handle es sich um eine Art Boden ... Und alles, was unter Wasser Auftrieb ist, erinnerte so an Schwerkraft ... Eine perfekte Illusion!